„Frost verwandelt die Straße in eine Teststrecke für Stoßdämpfer“
Auetal (rnk). Die höchst intakte Dorfgemeinschaft wird von Manfred Spenner über den sprichwörtlichen grünen Klee gelobt. Es ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis des Kathrinhäger Ortsvorstehers, denn für das anstehende Großprojekt haben alle Vereine ihre Mitarbeit zugesagt: der Um- und Anbau des Feuerwehrgerätehauses steht auf der Prioritätenliste 2010 ganz oben. Ohne Dorfgemeinschaft, die gemeinsam in die Hände spuckt, ist das Projekt nicht zu wuppen, immerhin sollen über ein Drittel der Kosten in Eigenleistung erbracht werden.
Spenner freut sich noch heute, wenn er an den Besuch der zuständigen Leader-Leiter zurückdenkt: „Die mochten gar nicht glauben, dass wir das schaffen können.“ Spenner ist nicht nur zuversichtlich, sondern sicher, dass es keine Probleme mit seinen Helfern geben wird: Alle Vereine machen mit, ein Arbeitskreis ist gegründet.
Das zweite größere Projekt für die kommenden zwölf Monate ist das geplante Feuchtbiotop. Das Storchennest steht bereits, jetzt hat die Gemeinde noch 35 000 Quadratmeter Land als Ausgleichsfläche gekauft, die Fachleute vom Naturschutzbund waren vor Ort und haben ihren Segen erteilt, auch ein Landwirt, der die Wiese mindestens einmal im Jahr kostenlos mäht, hat sich gefunden. Bis Mitte April soll der Damm fertig sein, der Boden dafür liegt bereits bereit. Für die Aufschiebung des Dammes kommt das Wetter gerade recht: Bei gefrorenem Untergrund lässt sich mit schweren Gerät besser arbeiten, die Fahrzeuge sinken längst nicht so tief ein – und hinterlassen deutlich weniger Spuren. Und wenn alles klappt, dann, so Spenner, „gibt es dort oben für einen Storch ein Nahrungsangebot gleich vor seiner Haustür.“
Natürlich auch in Kathrinhagen ein Thema: die Schulwegsicherung. Bei der Beleuchtung sieht Spenner noch Spielraum, auch beim geplanten Rad- und Gehweg will er noch einmal beim Landkreis nachfassen, schließlich steht der Weg noch immer im Prioritätenplan. Allerdings ist Spenner Realist genug, um die Auetaler Liste so einzuschätzen: Erst die Straße in Rolfshagen, dann in Borstel, anschließen zwischen Borstel und Rolfshagen. Und erst danach kommt der Geh- und Radweg. (…)
Quelle: Schaumburger Zeitung vom 12.1.2010